Teil V / Die Gebote im Spiegel von Bitcoin

Kapitel 18

Du sollst Vater und Mutter ehren


Das vierte Gebot der römisch-katholischen Zählung lautet, du sollst Vater und Mutter ehren. Es ist das erste Gebot der zweiten Tafel, das also nicht mehr die Beziehung des Menschen zu Gott regelt, sondern die Beziehungen der Menschen untereinander. Und es ist nicht zufällig das erste in dieser Reihe. Bevor das Töten verboten wird, bevor das Stehlen, das Lügen, das Begehren benannt werden, kommt zuerst die Beziehung zu denen, von denen wir das Leben empfangen haben. Wer ihre Bedeutung versteht, hat den Boden gefunden, auf dem alle weiteren Gebote stehen.

Was bedeutet es, Vater und Mutter zu ehren? Es ist eine Frage, deren erste Antwort beim einzelnen Elternpaar bleibt. Wir haben unsere Eltern, wie sie sind, mit ihren Stärken, ihren Schwächen, ihren Verdiensten und ihren Versäumnissen. Sie haben uns das Leben geschenkt, oft unter Umständen, die wir nicht kennen. Sie haben uns aufgezogen, mit allem, was sie hatten und mit allem, was ihnen fehlte. Sie waren in vielem nicht ideal, weil kein Mensch ideal ist, aber sie haben uns den Boden gegeben, auf dem wir später aufstehen konnten. Sie zu ehren heißt zunächst einfach, das anzuerkennen. Es heißt nicht, sie zu verklären oder ihre Fehler zu übersehen. Es heißt, ihnen den Respekt zu geben, der demjenigen gebührt, der vor uns war.

Doch das Gebot reicht weiter als die einzelne Eltern-Kind-Beziehung. Wer die Eltern ehrt, ehrt damit auch die Großeltern, die Urgroßeltern, die Linie, aus der er hervorgegangen ist. Er weiß sich als Glied einer Kette, die nicht mit ihm beginnt und nicht mit ihm endet. Er erkennt an, dass er das, was ihm wichtig geworden ist, in seinem Kern nicht selbst gemacht hat, sondern empfangen. Sprache, Werte, Lebensart, Glauben, Wissen, oft auch die ganz handfeste materielle Grundlage seiner Existenz, ein Haus, ein Hof, ein Geschäft, ein Beruf, ein Vermögen. Was eine Generation aufbaut, gibt sie der nächsten weiter. Was die nächste empfängt, baut sie weiter. So entsteht eine Kette von Hingaben, die über die einzelne Lebenszeit weit hinausreicht.

Ich erinnere mich daran, was in meiner eigenen Familie weitergegeben wurde. Die Werte, von denen ich an mehreren Stellen dieses Buches gesprochen habe, waren nicht das Ergebnis von Belehrungen. Sie wurden gelebt, von meiner Großmutter, von meiner Mutter, von meinen Onkeln und Tanten, und ich habe sie unbewusst aufgenommen, lange bevor ich sie als Werte hätte benennen können. Was mir am stärksten begegnete, weil es mir am verständlichsten war, waren die ganz einfachen Sätze. Du sollst nicht lügen. Du sollst nicht stehlen. Dazu eine selbstverständliche Erwartung an Leistungsbereitschaft und Fleiß. Es waren keine theologischen Lehrsätze, sondern alltägliche Regeln, die einem Kind gegeben werden, weil sie eine Gemeinschaft tragen, in der das Kind heranwächst. Andere Gebote, das Töten, das Ehebrechen, das Begehren des Gutes des Nächsten, waren für ein Kind noch nicht greifbar, weil sie eine Lebenswelt voraussetzten, die es noch nicht hatte. Sie wurden mir später wichtig, in dem Maß, in dem die Welt sich öffnete und in dem ich verstand, was sie schützen.

Wer als Elternteil an seine Kinder denkt, stellt sich früher oder später dieselbe Frage. Was lässt sich von dem, was man selbst empfangen hat, weitergeben? Sie ist nicht leicht zu beantworten, weil die Welt, in der die Kinder aufwachsen, eine andere ist als die, in der die Eltern aufgewachsen sind. Manches, was den vorherigen Generationen selbstverständlich war, ist es heute nicht mehr. Manches, was man selbst erst nach Umwegen gefunden hat, möchte man den Kindern gern ersparen. Und doch ist die Grundlage dieselbe geblieben. Werte werden nicht durch Belehrung weitergegeben, sondern durch Vorleben. Was tatsächlich gelebt wird, kann ankommen. Was nur gesagt wird, geht in den meisten Fällen verloren. Wer seinen Kindern etwas weitergeben will, muss zuerst selbst das sein, was er weitergeben will.

Diese Beobachtung verbindet das vierte Gebot mit dem, was wir in Kapitel 14 über Werte gesagt haben. Werte sind nicht Vorgaben, sondern Bedingungen. Sie wirken nicht durch Anweisung, sondern durch das, was die Älteren den Jüngeren vorleben. Eine Gesellschaft, in der die Älteren die Werte nicht mehr leben, wird sie auch nicht mehr weitergeben können, egal wie viel Schule, Religion, Erziehung sie zu mobilisieren versucht. Eine Gesellschaft, in der die Älteren die Werte leben, gibt sie weiter, ohne dass dafür viele Worte nötig wären. Das vierte Gebot weiß das, und es spricht es in einer sehr knappen Form aus. Ehre deine Eltern. Damit ist auch gesagt, dass die Eltern eine Ehre verdienen müssen, sich also selbst so verhalten müssen, dass die Ehrung sinnvoll bleibt. Es ist ein Gebot für beide Seiten, auch wenn es nur an die Kinder gerichtet ist.

Es gibt eine zweite Schicht in diesem Gebot, die in unserer Zeit besonders wichtig geworden ist. Es ist die ökonomische Schicht. Die Generationenfolge ist nicht nur ein Strom von Werten, sondern auch ein Strom von materiellen Hingaben. Eltern bauen Häuser, gründen Betriebe, sparen für die Kinder, hinterlassen Erbe. Was sie aufbauen, soll nicht mit ihrem Tod verschwinden, sondern den nachkommenden Generationen einen leichteren Anfang ermöglichen, als sie ihn selbst hatten. Das ist eine Linie, die so alt ist wie die menschliche Zivilisation. In jeder Kultur, in jeder Epoche, in jeder Tradition findet sich die Idee, dass die Älteren für die Jüngeren aufbauen, damit diese auf ihren Schultern noch ein Stück weiter sehen können.

Diese ökonomische Schicht der Generationenkette ist in unserer Zeit unter Druck geraten. Wir haben in Teil II ausführlich beschrieben, wie das Geldsystem sich nach 1971 verändert hat und welche Folgen das hat. Eine dieser Folgen, vielleicht die tragischste von allen, ist die Erosion dessen, was über die Generationen hinweg weitergegeben werden kann. Dabei kommt es entscheidend darauf an, in welcher Form das Ersparte gehalten wird. Wer den Wert seines Lebens in Geld aufbewahrt, sieht zu, wie er schwindet. Wer ihn in einem Sachwert aufbewahrt, kann ihn über die Jahrzehnte tragen.

Eine Familie, die in den fünfziger oder sechziger Jahren ein Haus gebaut hat, um es ihren Kindern weiterzugeben, sieht heute, dass dieses Haus ein Vielfaches dessen wert ist, was es einst gekostet hat. Nicht weil das Haus besser geworden wäre, sondern weil das Geld, in dem sein Preis gemessen wird, an Kaufkraft verloren hat. Wer früh einen Sachwert hielt, hat ihn bewahrt.

Aber nicht jeder erbt ein Haus. Wer von der vorigen Generation Ersparnisse übernimmt, also Geld, hat es ungleich schwerer. Die Summe, die einer Generation noch ein gutes Polster gewesen wäre, reicht der nächsten kaum für die Anzahlung auf eine Wohnung. Das Geld ist dasselbe geblieben. Die Welt um es herum ist teurer geworden.

Das ist nicht das Versagen einzelner Familien. Es ist die strukturelle Folge eines Geldsystems, das die Generationenkette nicht mehr verlässlich trägt. In früheren Jahrhunderten, in Zeiten relativ stabilen Geldes oder eines Goldstandards, war es möglich, über vier, fünf, sechs Generationen hinweg Werte aufzubauen, die die ganze Familie weiterführen konnten. Heute ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Vermögen einer Familie über drei Generationen hinweg nennenswert erhalten bleibt, statistisch gering geworden. Die alte Volksweisheit, dass die erste Generation aufbaut, die zweite erhält und die dritte zerstreut, gilt zwar noch immer in einigen Fällen. Aber es kommt eine weitere Wirkung hinzu, die viel schwerer wiegt. Auch dort, wo die zweite und dritte Generation gar nichts falsch macht, verliert das, was aufgebaut wurde, in einem inflationären System fast unaufhaltsam an Substanz.

An dieser Stelle möchte ich einen Gedanken einflechten, der aus der christlichen Tradition kommt und der in unserer Zeit eine erstaunliche Aktualität gewonnen hat. Dietrich Bonhoeffer, der protestantische Theologe, der am 9. April 1945, wenige Wochen vor Kriegsende, von den Nationalsozialisten im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet wurde, hat in seinen Schriften und in seinen Briefen aus dem Gefängnis eine Idee von Freiheit entwickelt, die für unser Thema von besonderer Bedeutung ist. Bonhoeffer verstand Freiheit nicht als die bloße Abwesenheit von Zwang, also nicht als eine Freiheit von etwas, sondern vor allem als eine Freiheit für etwas. Für den Dienst an Gott, für den Dienst am Nächsten, für die Verantwortung, die jeder Mensch für seine Familie, für seine Gemeinschaft, für die kommenden Generationen trägt.

Diese Verantwortung hat für Bonhoeffer eine konkrete materielle Seite. Im Oktober 1942 hat er einen Kreis Freiburger Wissenschaftler beauftragt, eine Denkschrift zur Nachkriegsordnung Deutschlands zu erarbeiten. Diese Schrift, später bekannt als die Denkschrift des Freiburger Bonhoeffer-Kreises, wurde 1942 und 1943 von dem Historiker Gerhard Ritter, der den Haupttext verfasste, und den Ökonomen Walter Eucken, Constantin von Dietze und Adolf Lampe ausgearbeitet, die gemeinsam die für die Soziale Marktwirtschaft prägende Anlage zur Wirtschafts- und Sozialordnung schrieben. In dieser Denkschrift wurde ausdrücklich eine Wettbewerbsordnung gegenüber der zentralen Planwirtschaft bevorzugt.

Die Begründung war nicht nur ökonomisch. Sie war im Kern theologisch. Eine zentrale Planwirtschaft, so die Argumentation der Denkschrift, führt zur Vermassung, zur Entwertung der individuellen Verantwortung, zur Unmöglichkeit eines christlichen Lebens, weil sie dem Einzelnen den Raum nimmt, in dem er seine Verantwortung wahrnehmen kann. Eine Wettbewerbsordnung dagegen schützt das Eigentum, verhindert Machtkonzentration, gibt dem Einzelnen die Möglichkeit, für sich und seine Familie zu sorgen, nicht durch Almosen einer staatlichen Stelle, sondern durch eigene Arbeit und eigene Vorsorge. Diese Denkschrift hat nach dem Krieg die Idee der sozialen Marktwirtschaft mit beeinflusst.

Was Bonhoeffer und der Freiburger Kreis hier erkannten, ist eine Wahrheit, die das vierte Gebot in einer anderen Sprache schon ausspricht. Wer Verantwortung für seine Familie tragen will, braucht einen Raum, in dem er das tun kann. Er braucht Eigentum, das geschützt ist. Er braucht ein Geld, das seinen Wert behält. Er braucht die Sicherheit, dass das, was er heute aufbaut, morgen noch da ist. Ohne diese Voraussetzungen wird auch das Ehren der Eltern, das Sorgen für die Kinder, das Weitergeben über die Generationen zu einer Form, die in der Wirklichkeit nicht mehr stehen kann.

Bonhoeffer hat in einem berühmten Brief aus dem Gefängnis, geschrieben in den letzten Monaten vor seiner Ermordung, von der Maskerade des Bösen gesprochen. Er meinte damit, dass das Böse in seiner Zeit nicht als das Böse erschien, sondern als das Gute, als die geschichtliche Notwendigkeit, als die soziale Gerechtigkeit. Eine ganze Ethik sei dadurch in Verwirrung geraten. Diese Beobachtung ist nicht auf seine Zeit beschränkt. Sie gilt in jeder Zeit, in der Strukturen entstehen, die das menschliche Leben verändern, ohne dass die Veränderung als das benannt wird, was sie ist. Ein Geldsystem, das die Vermögen ganzer Familien über die Generationen still entwertet, ist eine solche Struktur. Es maskiert sich nicht als das, was es ist, nämlich eine Form der schleichenden Enteignung. Es maskiert sich als Stabilität, als Konjunktur, als Inflationsbekämpfung, als Sozialpolitik. Aber in seiner Wirkung über mehrere Generationen ist es eine Form, die die alte Idee der Generationenkette stillschweigend zerstört.

Damit kommen wir zu der Frage, was Bitcoin in diesem Zusammenhang bedeutet.

Bitcoin ist das erste Geld in der Geschichte der Menschheit, das über Generationen hinweg seine Eigenschaften bewahren kann, ohne dass eine zentrale Stelle es verwalten müsste. Es kann nicht durch eine Notenbank vermehrt werden. Es kann nicht durch eine Währungsreform halbiert werden. Es kann nicht durch eine politische Entscheidung konfisziert werden, solange die Schlüssel in der Hand des Eigentümers bleiben. Die 21 Millionen Bitcoin, die je existieren werden, sind eine Grenze, die im Protokoll festgelegt ist, und sie wird sich nicht verändern, solange das Bitcoin-Netzwerk besteht. Wer in Bitcoin spart, weiß, dass das, was er heute zurücklegt, in dreißig oder fünfzig oder hundert Jahren noch genau die gleiche Anzahl von Einheiten sein wird, von denen es nur eine begrenzte Menge gibt. Was die Welt aus dieser begrenzten Menge macht, wird die Welt entscheiden. Aber die Menge selbst ist nicht verhandelbar.

Diese Eigenschaft macht Bitcoin zum ersten Mal in der Geldgeschichte zu einem Wertspeicher, der die Generationenkette wieder verlässlich tragen kann. Was eine Generation aufbaut und in Bitcoin sichert, kann sie an die nächste weitergeben, ohne dass eine Notenbank oder ein Staat dazwischen einen Anteil entnimmt. Was die nächste Generation davon erbt, ist nicht eine Forderung gegen ein System, das morgen anders entscheiden kann, sondern ein knapper, eigenständig verwahrter, jederzeit überprüfbarer Bestand. Es ist, so paradox das klingen mag bei einer technischen Erfindung der letzten zwanzig Jahre, der erste Schritt zurück zu einer Form von Generationenökonomie, wie sie vor 1971 noch denkbar war.

Das ist keine kleine Sache. Es ist im Kern eine Wiederherstellung der materiellen Voraussetzung, die das vierte Gebot stillschweigend voraussetzt. Wer seine Eltern ehrt, der nimmt das an, was sie ihm hinterlassen haben. Wer seinen Kindern etwas hinterlassen will, der baut etwas auf, das er weitergeben kann. Beides verlangt, dass das Aufgebaute nicht in der Übergabe zerrinnt. Genau diese Bedingung war über fünfzig Jahre lang nicht mehr erfüllt. Mit Bitcoin ist sie zum ersten Mal seit dem Bruch von 1971 wieder erfüllbar.

Hier muss eine wichtige Klarstellung gemacht werden. Bitcoin schafft die Werte nicht, die zwischen den Generationen weitergegeben werden sollen. Es schafft nur den materiellen Träger, der die Weitergabe ermöglicht. Die eigentlichen Werte, das Vertrauen, der Anstand, die Liebe, die Fleißbereitschaft, die Ehrlichkeit, die Treue, die religiöse oder ethische Haltung, all das muss in den Familien selbst gelebt und weitergegeben werden. Kein Geldsystem kann diese Werte ersetzen oder ihre Weitergabe garantieren. Was ein gutes Geldsystem leisten kann, ist nur, dass es die Bedingungen schafft, unter denen das Weitergeben überhaupt möglich bleibt. Es ist die notwendige Voraussetzung, nicht die hinreichende. Wer das Geld in Ordnung hat, hat damit noch keine intakte Familie. Wer die Familie in Ordnung hat, hat damit noch kein verlässliches Geld. Beides muss zusammenkommen.

Wir leben in einer Zeit, in der die Generationenkette in vielen Familien schwierig geworden ist. Eltern und Kinder leben oft an verschiedenen Orten, in verschiedenen kulturellen Welten, mit verschiedenen Erwartungen an das, was wichtig ist. Was die Eltern als selbstverständlich gewusst haben, scheint den Kindern fremd. Was den Kindern wichtig ist, scheint den Eltern unverständlich. Diese Entfremdung hat viele Ursachen, und es wäre zu einfach, sie nur auf das Geldsystem zurückzuführen. Aber das Geldsystem ist eine der unterschwelligen Ursachen, die selten benannt werden. Wer ständig mehr arbeiten muss, um den Wertverlust seines Geldes auszugleichen, hat weniger Zeit für die Familie. Wer für seine Kinder ein Haus kaufen will, das er sich nicht leisten kann, wird gestresster, gereizter, weniger zugänglich. Wer das Gefühl hat, dass das, was er aufbaut, ohnehin wieder verschwindet, baut weniger. All das wirkt auf die Beziehung zwischen den Generationen, ohne dass man es immer sofort sieht.

Eine Wiederherstellung des Geldes auf einer verlässlichen Grundlage kann diese Probleme nicht alle lösen. Aber sie kann den Druck verringern, der heute auf den Familien liegt. Sie kann den Eltern den Raum geben, in dem sie wieder Eltern sein können, statt nur Erwerbsmaschinen. Sie kann den Kindern die Hoffnung geben, dass das, was die Eltern aufbauen, ihnen auch wirklich zugutekommt. Sie kann eine ökonomische Brücke wieder herstellen, die in den letzten Jahrzehnten brüchig geworden ist. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.

Damit endet dieses Kapitel mit einer Beobachtung, die zum nächsten hinüberführt. Die Generationenkette, von der hier die Rede war, wird nicht nur durch das Weitergeben von Werten und von materiellen Gütern getragen. Sie wird zuallererst durch das Vorhandensein des Lebens selbst getragen. Wer die Eltern ehrt, ehrt das Leben, das sie ihm geschenkt haben. Wer es an die nächste Generation weitergibt, ehrt das Leben, das durch ihn weitergeht. Das nächste Gebot greift genau diesen Punkt auf, in seiner härtesten und unzweideutigsten Form. Es ist das Gebot, das das Leben selbst schützt. Du sollst nicht töten.

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