Teil 2 / Das System
Kapitel 7
Die unverhandelbare Welt
Manche Sätze klingen so einfach, dass man an ihnen vorbeiliest, ohne sie wirklich gehört zu haben. Einer dieser Sätze lautet, dass die Welt aus Energie, Zeit und Materie besteht und dass alles, was Menschen tun, sich innerhalb der Grenzen dieser drei Größen abspielt. Wer das hört, nickt höflich und denkt an Physikunterricht in der Mittelstufe, an Formeln, die er nie wieder gebraucht hat, an einen Stoff, der mit dem eigenen Leben wenig zu tun zu haben scheint. Wer aber innehält und über diesen Satz nachdenkt, beginnt zu erkennen, dass er tiefer in unser tägliches Leben hineinreicht, als die meisten ahnen.
Beginnen wir mit der Energie.
In der modernen Physik gibt es eine Reihe von Erkenntnissen, die seit dem neunzehnten Jahrhundert systematisch beschrieben werden und die für unser Verständnis der Welt so grundlegend sind, dass man sie ohne Übertreibung als Naturgesetze bezeichnet. Sie sind nicht durch politische Beschlüsse zustande gekommen, nicht durch Mehrheitsentscheidungen, nicht durch Verträge zwischen Staaten. Sie sind aus genauer Beobachtung der Welt entstanden, sind in unzähligen Experimenten überprüft worden, und niemand hat es bisher geschafft, sie zu widerlegen. Sie gelten in allen Ländern, zu allen Zeiten, unter allen politischen Systemen. Sie sind, in einem ganz wörtlichen Sinne, das, was übrig bleibt, wenn man alles andere weggenommen hat.
Die wichtigsten dieser Gesetze in Bezug auf Energie sind die beiden ersten Hauptsätze der Thermodynamik. Sie klingen, wenn man sie zum ersten Mal hört, fast banal, sind in ihrer Konsequenz aber so weitreichend, dass sie ein vollständiges Weltbild begründen.
Der erste Hauptsatz sagt, dass Energie weder geschaffen noch vernichtet werden kann. Sie kann nur umgewandelt werden. Aus chemischer Energie in Wärme, aus Wärme in Bewegung, aus Bewegung in elektrische Energie, aus elektrischer Energie in Licht, in Schall, in mechanische Arbeit, in wieder Wärme. Was wir umgangssprachlich Energieverbrauch nennen, ist in Wirklichkeit eine Energieumwandlung. Die Energie ist nach dem Vorgang noch immer da. Sie hat nur eine andere Form angenommen und sich in der Regel über einen größeren Raum verteilt, sodass wir sie nicht mehr für unsere Zwecke nutzen können.
Der zweite Hauptsatz, der historisch von dem französischen Ingenieur Sadi Carnot vorbereitet und von dem deutschen Physiker Rudolf Clausius in seiner heutigen Form ausgesprochen wurde, ist noch tiefgreifender. Er besagt, dass in jedem geschlossenen System die Unordnung mit der Zeit nicht abnimmt, sondern zunimmt. Diese Unordnung wird in der Physik Entropie genannt, ein Begriff, den Clausius 1865 prägte. Was er meint, lässt sich an einem ganz einfachen Bild verdeutlichen. Eine Tasse heißer Kaffee, die im kühlen Zimmer steht, wird mit der Zeit kalt. Sie wird niemals von selbst wieder warm werden. Die Wärme, die im Kaffee konzentriert war, verteilt sich in den Raum, bis kein Unterschied mehr besteht. Diesen Vorgang sehen wir jeden Tag. Die Frage, die die Physik gestellt hat, war: warum nur in eine Richtung? Warum sammelt sich die Wärme nicht spontan wieder im Kaffee?
Die Antwort, die Ludwig Boltzmann gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts in einer mathematisch eleganten Form gegeben hat, lautet, dass es ungeheuer viel wahrscheinlicher ist, dass sich Energie ausbreitet, als dass sie sich konzentriert. Es ist nicht so, dass die Umkehrung unmöglich wäre. Sie ist nur so unwahrscheinlich, dass sie in der Praxis nie vorkommt. Diese Asymmetrie, die in keinem Lehrbuchsatz so anschaulich wird wie in dieser Beobachtung am Kaffee, ist es, die der Welt eine Richtung gibt. Die Welt verläuft. Sie kennt einen Vorher und einen Nachher. Sie ist nicht statisch und sie ist nicht symmetrisch in der Zeit.
Aus diesen beiden Sätzen folgt für unser Thema eine ganz unbestechliche Konsequenz. Energie ist immer knapp, weil die nutzbare Energie immer knapper wird. Es genügt nicht, dass irgendwo Energie vorhanden ist. Sie muss in einer Form vorliegen, die wir nutzen können, also in konzentrierter Form, mit einem Gefälle zu ihrer Umgebung. Sobald sie sich ausgeglichen hat, ist sie für uns wertlos. Wir können sie nicht zurückholen. Niemand kann das. Keine Regierung, keine Notenbank, kein Konzern, kein Algorithmus. Es ist eine Bedingung, die fest in die Welt eingebaut ist.
An dieser Stelle möchte ich kurz einen Gedanken aus einem früheren Kapitel aufgreifen, ohne ihn neu auszubreiten. Wir hatten in Kapitel 3 über das Mining gesprochen und über die Erfahrung, was es bedeutet, dass Bitcoin reale, nicht reduzierbare Energie kostet. Im Licht des zweiten Hauptsatzes lässt sich präziser sagen, was dort eigentlich geschieht. Bitcoin verbraucht keine Energie in dem Sinne, dass sie verschwindet. Bitcoin wandelt nutzbare Energie in eine Eigenschaft des Netzwerks um, in eine Form von Sicherheit, die ohne diesen Aufwand nicht entstehen könnte. Was wir in der Sprache der Physik einen Anstieg der Entropie nennen, ist in der Sprache von Bitcoin der Preis dafür, dass die Vergangenheit nicht manipulierbar wird. Die Hauptsätze der Thermodynamik gelten für jedes System, in dem reale Arbeit verrichtet wird. Sie gelten für eine Dampfmaschine, sie gelten für einen menschlichen Körper, und sie gelten für einen Bitcoin-Miner.
Was meine eigene Mining-Phase angeht, kann ich an dieser Stelle eine Beobachtung aus dem Alltag einflechten, die nicht ohne Komik ist. Wer einmal eine Stromrechnung in der Hand hatte, auf der einige wenige ASIC-Maschinen abgerechnet wurden, der bekommt für den ersten und zweiten Hauptsatz der Thermodynamik einen sehr persönlichen Bezug. Man rechnet nicht mehr in Watt, man rechnet in Kilowatt, und man tut das auf einer Rechnung, die sehr deutlich macht, dass die nutzbare Energie der Welt ein endliches Gut ist, das jemand bezahlen muss. In meinem Fall war das ich. Es gibt wenige Lehrer, die einen die Naturgesetze so freundlich und so unwiderlegbar vor Augen führen wie ein Energieversorger. Wer sich noch fragt, ob das Universum eine konsistente Buchführung hat, möge einmal einen Monat lang ein paar Mining-Rigs betreiben. Die Antwort kommt mit der nächsten Abrechnung.
Diese kleine Anekdote ist nicht nur eine Erinnerung, sondern auch ein didaktischer Punkt. Wir haben in unserer modernen Welt eine bemerkenswerte Fähigkeit entwickelt, die Wirklichkeit hinter unserer Lebensweise auszublenden. Strom kommt aus der Steckdose, Lebensmittel kommen aus dem Supermarkt, Wärme kommt aus der Heizung, Wasser aus dem Hahn. Es funktioniert ja. Die Energie, die in all dem steckt, kommt aus Kraftwerken, aus Wäldern, aus Ölfeldern, aus Kohleminen, aus Wasserkraft, aus Sonneneinstrahlung, aus Wind, aus den Mühen vieler Menschen. Sie wird in einem riesigen, weltumspannenden System bereitgestellt, das so eingespielt ist, dass die meisten Menschen nicht mehr wahrnehmen, was darunter steht. Erst wenn ein Knoten dieses Systems versagt, wenn ein Stromausfall das Haus dunkel macht, wenn eine Lieferkette zusammenbricht, wenn die Regale leerer werden, scheint kurz das durch, was darunter immer schon war. Eine Welt, die aus Energie gemacht ist, deren Bereitstellung Arbeit kostet, und die nicht selbstverständlich da ist.
Damit kommen wir zur zweiten der drei Größen, mit denen dieses Kapitel anfing. Zur Zeit.
Zeit ist die rätselhafteste der drei Dimensionen, in denen Menschen leben. Energie kann man messen, Materie kann man wiegen, aber Zeit lässt sich weder anhalten noch zurückholen. Sie verläuft in eine Richtung. Wir reden von der Vergangenheit als von dem, was war, von der Gegenwart als dem, was ist, von der Zukunft als dem, was sein wird. Diese Sprachregelung beschreibt einen Sachverhalt, der so selbstverständlich erscheint, dass wir ihn meistens übersehen. Die Welt erlaubt uns viele Dinge zu tun. Sie erlaubt uns nicht, das Geschehene ungeschehen zu machen.
Ich werde an dieser Stelle bewusst nicht in die physikalischen Diskussionen über die Natur der Zeit einsteigen, in die Relativitätstheorie, in die Frage, ob die Zeit fundamental ist oder ein Phänomen, das aus tieferen Strukturen hervorgeht. Diese Diskussionen sind faszinierend, aber für unser Thema nicht entscheidend. Für unser Thema entscheidend ist, dass die Zeit, so wie wir sie erleben, eine Richtung kennt und dass alles, was wir in ihr tun, sich nicht zurücknehmen lässt. Eine ausgesprochene Beleidigung kann gemildert, aber nicht ungesagt gemacht werden. Eine vergeudete Stunde kann durch eine genutzte Stunde nicht ersetzt, sondern nur ergänzt werden. Ein Versprechen, das man nicht eingehalten hat, hängt im Raum, auch wenn niemand mehr davon spricht.
Diese einfache Eigenschaft der Zeit hat tiefgreifende Folgen für jedes menschliche Leben und für jede Gesellschaft. Sie ist der Grund, warum bestimmte Tugenden für die menschliche Existenz nicht beliebig austauschbar sind. Verlässlichkeit zum Beispiel ist nicht eine Konvention, auf die sich Menschen geeinigt haben könnten oder auch nicht, sondern die unmittelbare Konsequenz aus der Tatsache, dass Zeit in eine Richtung läuft. Wer ein Versprechen abgibt, übernimmt eine Bindung an eine Zukunft, die noch nicht da ist. Ohne diese Bindung wäre jede Planung sinnlos, jede Kooperation unmöglich, jeder Vertrag wertlos. Aus der Eigenschaft der Zeit folgt, dass Verlässlichkeit eine notwendige Bedingung für das Zusammenleben in einer Gesellschaft ist, nicht eine wünschenswerte Beigabe.
Auch die menschliche Lebenszeit selbst ist eine Bedingung, an der niemand verhandeln kann. Sie ist begrenzt. Jeder weiß das, und doch tun wir die meiste Zeit so, als wäre es nicht so. Ich erinnere mich aus den Jahren, in denen unser Sohn klein war, an Momente, in denen mir das auf eine Weise klar wurde, die ich vorher nicht für möglich gehalten hätte. Ein Kind, das gerade laufen lernt, läuft anders als das Kind, das ein Jahr später schon rennt. Wer dieses erste Laufen nicht gesehen hat, hat es nicht gesehen. Es kommt nicht wieder. Es gibt keine zweite Aufnahme. Diese ganz schlichte Erfahrung, die jeder Vater und jede Mutter kennt, ist eine sehr direkte Begegnung mit dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik. Die Welt verläuft. Das, was war, kommt nicht zurück.
Aus dieser Beobachtung wächst eine zweite Tugend, die ebenfalls nicht beliebig austauschbar ist. Die Wertschätzung des Augenblicks. Sie wirkt in den meisten kulturellen Traditionen der Menschheit, in unterschiedlichen Sprachen, in unterschiedlichen Religionen, in unterschiedlichen Philosophien. Sie ist keine Erfindung einer einzelnen Tradition, sondern eine Antwort auf eine universelle Bedingung. Wenn die Zeit nicht zurückkommt, dann ist das, was jetzt geschieht, kostbar.
Die dritte der drei Größen, die in diesem Kapitel zur Sprache kommt, ist die Knappheit. Sie ist die ökonomische Form, in der die ersten beiden Größen, Energie und Zeit, sich im menschlichen Alltag bemerkbar machen. Knappheit ist nicht ein Versagen der Verteilung, wie es manchmal nahegelegt wird, sondern eine grundlegende Eigenschaft jeder endlichen Welt. In einer Welt, in der alles unbegrenzt zur Verfügung stünde, gäbe es keine Wahl, keine Entscheidung, keine Bewertung, keine Wirtschaft. Es gäbe auch keinen Sinn dafür, was wichtig und was unwichtig ist. Alles wäre gleich beliebig.
Erst die Tatsache, dass die Dinge nicht alle gleichzeitig in unbegrenzter Menge da sind, gibt dem menschlichen Leben Struktur. Wir müssen wählen, weil wir nicht alles haben können. Wir müssen Prioritäten setzen, weil unsere Zeit begrenzt ist. Wir müssen entscheiden, was uns wirklich wichtig ist, weil wir mit unserer Energie und unseren Mitteln nicht alles gleichzeitig verfolgen können. Das ist keine bedauerliche Einschränkung, sondern die Bedingung dafür, dass es überhaupt so etwas wie ein bewusstes Leben gibt.
Carl Menger, von dem wir in Kapitel 5 schon gehört haben, hat in den Grundsätzen der Volkswirthschaftslehre gezeigt, dass der ökonomische Wert eines Gutes seinem Wesen nach aus der Knappheit hervorgeht. Was im Überfluss vorhanden ist, hat keinen Preis, weil es niemand erst eintauschen muss. Erst sobald ein Gut knapp wird, gewinnt es ökonomischen Wert. Diese Einsicht ist nicht trivial, sondern revolutionär, weil sie die ganze ältere ökonomische Lehre, die den Wert eines Gutes aus der in ihm enthaltenen Arbeit ableiten wollte, vom Kopf auf die Füße gestellt hat. Wert entsteht nicht durch Aufwand. Wert entsteht durch die Begegnung zwischen einem Bedürfnis und einem knappen Gut.
Mit dieser Einsicht im Hintergrund wird verständlich, warum jedes Geldsystem, das die Knappheit seines eigenen Geldes künstlich auflöst, langfristig in Schwierigkeiten gerät. Wir haben das im vorigen Kapitel ausführlich am Beispiel der Geldmengenausweitung nach 1971 gesehen. Die Stelle, die das Geld ausgibt, kann viel beschließen. Sie kann nicht beschließen, dass die Knappheit der Welt sich an ihre Geldmengenausweitung anpasst. Wenn die Menge des Geldes wächst, ohne dass die Menge der knappen Güter im selben Maße wächst, dann steigen die Preise. Es ist keine Vermutung. Es ist eine logische Folge aus der Natur der Knappheit selbst.
Wir haben damit eine wichtige Einsicht beieinander, die das ganze bisherige Buch stützt. Es gibt zwei Welten, in denen Menschen leben, und sie überlagern sich, ohne dass sich das immer leicht auseinanderhalten lässt. Die eine Welt ist die der menschlichen Setzungen. Sie besteht aus Gesetzen, Verträgen, politischen Entscheidungen, Konventionen, Modeerscheinungen, Erwartungen. Sie ist veränderbar, oft willkürlich, manchmal beliebig. Was in dieser Welt heute gilt, kann morgen anders sein. Was in einem Land erlaubt ist, kann in einem anderen verboten sein. Diese Welt ist die Bühne, auf der Politik stattfindet.
Die andere Welt ist die der Bedingungen, die jeder menschlichen Setzung vorausgehen. Energie, die nicht erzeugt, sondern nur umgewandelt werden kann. Zeit, die nicht zurückgenommen werden kann. Knappheit, die nicht durch Beschluss aufgehoben werden kann. Materie, die nicht beliebig formbar ist. Diese Welt ist nicht Bühne, sondern Boden. Auf ihr findet alles statt, was wir tun. Sie ist unverhandelbar, und sie ist es deshalb, weil sie der menschlichen Entscheidung vorausgeht und sie nicht hervorbringt.
Die zentrale Schwierigkeit unserer Zeit besteht darin, dass weite Teile der politischen, medialen und intellektuellen Welt die Grenze zwischen diesen beiden Welten verwischt haben. Es wird so getan, als sei die unverhandelbare Welt verhandelbar. Es wird so getan, als ließe sich die Knappheit durch Beschluss aufheben, die Energiebilanz durch ein Subventionsprogramm umkehren, die Zeit durch politische Willenserklärungen außer Kraft setzen. Es funktioniert nicht. Es kann nicht funktionieren. Die Stelle, die das versucht, kann eine Zeit lang den Anschein wahren, dass es funktioniert, aber am Ende kommt die unverhandelbare Welt zurück. Sie kommt immer zurück. Sie hat alle Zeit der Welt, denn sie ist es, die die Zeit hat.
Was aus dieser Einsicht für unser Thema folgt, ist gleichzeitig sehr einfach und sehr weitreichend. Ein Geldsystem, das diese unverhandelbare Welt ignoriert, wird scheitern. Eine Wirtschaftsordnung, die so tut, als sei die Knappheit ein zu lösendes Problem und kein anzuerkennender Tatbestand, wird kollabieren. Eine Gesellschaft, die ihren Mitgliedern erzählt, dass Zeit, Energie und Materie für sie nicht gelten, wird ihren Mitgliedern Verhaltensweisen anerziehen, die mit dem wirklichen Leben unvereinbar sind. Wir sehen die Folgen dieser Verschiebung in unzähligen Bereichen, ökonomisch, ökologisch, politisch, sozial. Es ist kein Zufall, dass sie alle gleichzeitig auftreten. Sie sind verschiedene Erscheinungsformen derselben Grundproblematik.
Damit endet auch der zweite Teil dieses Buches. Wir haben in den vergangenen vier Kapiteln das System hinter den Dingen betrachtet. Was Geld eigentlich ist und woher es kommt, was 1971 wirklich geschah und welche Mechanismen seither wirken, und schließlich, in diesem Kapitel, an welche unverhandelbaren Bedingungen jedes Geldsystem und jede Wirtschaft am Ende gebunden ist. Was nun folgt, ist das eigentliche Zentrum des Buches. Bitcoin.
Es wird in den kommenden Kapiteln nicht darum gehen, Bitcoin als technische Spielerei zu erklären oder als Anlageform zu bewerben. Es wird darum gehen, Bitcoin als das zu zeigen, was es seinem Wesen nach ist. Eine Antwort, die nicht aus der Politik kam, nicht aus den Universitäten, nicht aus den Banken, sondern aus einer kleinen Gemeinschaft technisch und philosophisch hochambitionierter Menschen, die das, was wir in den letzten Kapiteln in seinen verschiedenen Schichten beschrieben haben, präzise verstanden haben und eine Konsequenz daraus gezogen haben. Wenn die Welt eine unverhandelbare Wirklichkeit hat, dann muss auch das Geld, mit dem wir in dieser Welt handeln, an dieser Wirklichkeit Maß nehmen.
Was die Physik in Formeln beschreibt, was die Ökonomie in Preisen messen kann, hat die Menschheit über Jahrtausende auch noch in einer anderen Sprache formuliert. Wir werden ihr im vierten Teil dieses Buches wiederbegegnen.